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THZ-Kärnten: Was ist ein Therapiehund?

Therapiehund Kärnten

Was ist ein Therapiehund und wie wird aus einem normalen Hund ein Therapiehund? Hierzu gibt es viele verschiedene Definitionen und Beschreibungen.
Ein Therapiehund ist ein speziell ausgebildeter Hund und keine evolutionär bedingte Weiterentwicklung einer Rasse. Er sollte jedoch einige Veranlagungen mitbringen. So sollte ein Therapiehund sich leicht dazu motivieren lassen, Übungen auszuführen und gehorsam zu sein. Weiters sollte er eine hohe Toleranz- und Reizschwelle haben, nicht übermäßig schreckhaft sein, aggressionsarm, weder scheu, ängstlich noch unsicher sein.

Bei einem Therapiehund sollte man zusätzlich auf ein gepflegtes und sauberes Äußeres achten. Er darf keinesfalls unangenehm riechen und ein verschmutztes Fell haben. Unter anderem sollte er sich sehr gut sozialisieren lassen, keine aggressive Grundstimmung haben und freundlich sein. Zur Ausbildung können alle Hunde mit diesen Veranlagungen - egal ob aus Tierheimen oder Tierschutzprojekten, Auffangstationen oder privater Zucht - verwendet werden. Um als Therapiehundeteam arbeiten zu dürfen, müssen spezielle Tests und Ausbildungen durchlaufen werden. Es gibt allem Anschein nach kein bestimmtes Gen, das manche Hunde geeigneter macht als andere.

Theoretisch kann jede Hunderasse für die Ausbildung geeignet sein, sofern die Wesensmerkmale des Hundes mit dem Therapiehundeprofil übereinstimmen. Ein Therapiehund erbringt zusammen mit seinem Besitzer soziale Dienste. Beide arbeiten als Team an wechselnden Einsatzorten und mit unterschiedlichen Klienten. Der Therapiehund kann natürlich nicht als therapeutisches Allheilmittel eingesetzt werden, jedoch zur Unterstützung des therapeutischen Prozesses. (Röger-Lakenbrink 2006, S. 20 ff.)

Die Einsatzbereiche eines Therapiehundes

Ein Therapiehund kann in allen Bereichen, in denen er eine positive Wirkung hat, eingesetzt werden. Abzuklären wäre im Vorfeld, ob der Einsatz eines Therapiehundes vom Klienten gewünscht wird. Sollte dies nicht der Fall sein, würde die positive Wirkung der tiergestützten Intervention in abgeschwächter Form auftreten. Es könnte auch zu einer negativen Wirkung aufgrund Tierphobien, Allergien oder traumatisierender Erfahrungen kommen. Weiters wäre zu beachten, dass nicht jeder Hund für jeden Bereich geeignet ist. In diesem Fall sollte die Zielgruppe bewusst gewählt werden. Die Bereiche sind z.B.: Senioren- und Pflegeheime, betreutes Wohnen, Tagesstätten, Schulen, Kindergärten, Krabbelstuben, Rehabilitationszentren, Behinderteneinrichtungen, zur Sterbebegleitung, in psychiatrischen Einrichtungen, Krankenhäusern und Gefängnissen. Die Einsätze werden mit den Leitern der jeweiligen Einrichtungen abgesprochen und individuell angepasst.

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